Die Mietpreisbremse – Die häufigsten Fragen!

 

 

 

 

Gerne beantworten wir Ihnen hier die häufigsten Fragen zur Mietpreisbremse.

 

Was ist die Mietpreisbremse und wo greift sie?

Wohnen soll für Mieter trotz gestiegener Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden und in Ballungsräumen oftmals angespannter Marktlage dennoch günstig bleiben oder sogar günstiger werden. Zur Erreichung dieses hochgesteckten Ziels hat der Gesetzgeber ab  Juni 2015 eine Mietpreisbremse vorgesehen.

Die Neuregelung sieht vor, dass bei der Wiedervermietung von Bestandswohnungen die zulässigen Mieten in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt höchstens auf die Höhe der ortsüblichen Vergleichsmiete zuzüglich 10 Prozent angehoben werden dürfen. Wo die Mietpreisbremse gelten soll, bleibt den Bundesländern überlassen. Diese können – auf höchstens fünf Jahre begrenzt - Gebiete mit angespanntem Wohnungsmarkt ausweisen. Nur hier gilt dann diese Mietpreisbremse.  

Es ist davon auszugehen, dass in Berlin nahezu alle oder zumindest die meisten Innenstadtbezirke betroffen sein werden.

 

Wie funktioniert die Mietpreisbremse?

 

Die Mietpreisbremse gilt nicht für alle Wohnungstypen, hier ein Beispiel für den Regelfall:

Die bisherige Miete für die Wohnung A in einem Gebiet, das sich im Laufe der Jahre zu einem „Szenegebiet“ entwickelt hat, betrug 5,50 € / qm. Für vergleichbare Wohnungen werden bei Wiedervermietungen Preise von bis zu 9,00 € / qm erzielt, obwohl die ortsübliche Vergleichsmiete, die im örtlichen Mietspiegel dokumentiert ist, (nur) bei 6,00 € / qm liegt. Soll die Wohnung A nun (nach Inkrafttreten der Mietpreisbremse) wiedervermietet werden, kann der Vermieter die Miete auf höchstens 6,60 € / qm anheben. Hierdurch wird der Anstieg der Mieten also gedämpft.“ (Quelle: 2014 Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, übernommen ohne Änderungen).

 

Gibt es Ausnahmen? Wo und wann gilt die Mietpreisbremse nicht?

 

Ja, es gibt Ausnahmen und zwar in drei Fällen:

  1. Neubau: bei Neubauten gilt die Mietpreisbremse grundsätzlich nicht. Hier können Mieten frei nach Marktwert festgesetzt werden.
  2. Bei Modernisierungen/Sanierungen: Wenn mehr als 30% des Kaufpreises einer Wohnung als Sanierungskosten oder Modernisierungskosten investiert wurden oder werden, gelten dieselben Regeln wie im Neubau. Die Mietpreisbremse gilt nicht.
  3. Bestandschutz von aktuellen höheren Mieten: eine gültige Miete die schon existiert, muss nicht unterschritten werden. Sollten Sie also dem vorangegangen Beispiel folgend eine Wohnung bereits zum Marktwert von 9,00 Euro/m² vermietet haben, so können Sie auch weiterhin diese Miete verlangen.

 

Fazit Mietpreisbremse:

 

Festzustellen, ob die Mietpreisbremse für Ihre Wohnung greift oder ob Sie frei vermieten können und zu welchem Preis, ist keine leichte Aufgabe. Dies ist einer der Gründe, warum die Beauftragung eines Maklers immer noch sinnvoll ist. Wir werten Ihre Immobilie gerne ein und sagen Ihnen genau, welche Miete nach der Mietpreisbremse und nach der aktuellen Marktlage für Ihre Wohnung momentan erzielbar ist.